jedoch nicht nur

 

Damen und Luder

 

 

Die Schšnheit, die GehŠssigkeit oder die Ruhe, die GleichgŸltigkeit

 

 

Titanilla Eisenharts Arbeiten werden durch thematische KontinuitŠt bestimmt: Frauen, Biskotten, Hunde und Striche, die Ÿbereinander gelegt als Gitter erscheinen, sind ihre Vorliebe. ã Jede meiner Frauen ist ein Star, eine Diva: ob schlampige Exklusivdame, armseliges Mutterwesen - ausgelaugt und oft traurig, oder die sarkastsche >Mutti< - und ehemalige Freundinnen, die sich von einander abwenden, gro§flŠchige Weiber, Damen und Luder in tiefer Bewunderung gemalt. Allerdings ist es mir ein Anliegen, die Schšnheit, die GehŠssigkeit oder die Ruhe, die GleichgŸltigkeit, auch lesbar zu halten.Ò

 

Mit Mischtechnik (…l, Acryl, Dispersin und Lack) auf Leinwand entstehen, ausgehend von der Zeichnung, kraftvolle, oft mit wenigen Strichen angedeutete Frauenkšrper, da und dort mit Farbe verstŠrkt.

 

   Titanilla Eisenhart lebt und arbeitet in Wien und KŠrnten, Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen u.a. in Wien, Salzburg, Klagenfurt, Prag, Kšln, Istanbul und Budapest.

                                   

 

Eva Blimlinger

 

 

 

 

Gegestete Frauenbilder

 

 

Titanilla Eisenhart,Amthof,Feldkirchen

 

 

Nomen est omen - jedenfalls halbwegs. Eine Titanin in der Geste des gepinselten Strichs - Titanilla; frauen-geschmeidig im Gegensatz zu ihrem Nachnahmen - Eisenhart. Die 1961 in Wien geborene KŸnstlerin mit familiŠren Bindungen zu KŠrnten hat drei, in spontan und sicher hingegesteten PinselzŸgen, Riesenformate in das Gewšlbe des Amthofes gebracht. Ein bi§chen Picasso - sehr viel SelbstgefŸhl. BeilŠufig scheinbar, doch mit †berwŠltigender Ausdruckssicherheit. Nahezu hundert kleine Zeichnungen im Turm, mehrere ãBildgefŸgeÒ in der ehemaligen Bamberger Burg, sind Variation und Intermezzo zum gro§en Thema.

              

 

Bernd Czechner,  Kleine Zeitung,13.Juni 1998

 

 

 

 

Kšstlich.

 

 

Als ãVielzeichnerinÒ bezeichnet sich Titanilla Eisenhart, die in Wien und KŠrnten (Au§erteuchen) lebt und arbeitet. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist immer die Zeichnung, sind viele Zeichnungen zu einem Thema.

 Sie zeigt einerseits gro§formatige Bilder in …l und Acryl auf Leinwand, teils zu sogenannten ãGefŸgenÒ , Diptychen und Triptychen zusammengestellt, andrerseits Zeichnungen in Tinte auf Papier.

 Der gegenstŠndlich figurative Anteil der Arbeiten Titanilla Eisenharts thematisiert die BehŠbigkeit, Tragik und LŠcherlichkeit des menschlichen Seins. Impulsiv umgesetzt in schnellen, krŠftigen Strichen, verbildlicht in weiblichen Gestalten.

 Die Zeichnungen sind rasant, intensiv und haben dennoch zarte IntimitŠt. Die Ausstellung zeigt všrnehmlich Frauenbilder, Frauen in allen Lebenslagen. MŠnner sind wie ausgeblendet, kommen in Titanilla Eisenharts Werk nicht vor.

 ãDa der mŠnnliche Kšrper fŸr mich nicht annŠhernd jenen sinnlichen Reichtum bietet, zeichne ich mit Vorliebe FrauenÒ , erklŠrt die KŸnstlerin.

 Die monochromen Arbeiten, wie zum Beispiel das eine, vollstŠndig mit Blattsilber belegte Bild, kšnnten diese LŸcke schlie§en. Oder die unzŠhligen Biskotten. Warum? ãDie Biskotte an sich ist wunderbar figural, aber všllig wertfrei und unspezifisch, herrlich zu malen und fein zu essenÒ , so Titanilla Eisenhart.

 

 

KŠrntner Tageszeitung, 19.Juni 1998